Über das Werk
Carmen ist ein Ballett des schwedischen Choreografen Mats Ek, das er 1992 für das Cullberg Ballett schuf. Getanzt wird zur „Carmen-Suite" von Rodion Schtschedrin (nach Georges Bizet). Anlässlich Eks 80. Geburtstags studierte das Ballett Zürich die Choreografie 2025 erstmals ein; der Choreograf und seine Frau, die Tänzerin Ana Laguna, die 1992 die Carmen tanzte, begleiteten die Einstudierung persönlich.
Handlung
Mats Ek folgt eng Prosper Mérimées Erzählung, auf der auch Bizets Oper beruht: Don José erinnert sich im Moment vor seiner Hinrichtung an seine Geschichte mit Carmen. In einer revuehaften Rückblende entfaltet sich die Beziehung der freiheitsliebenden Carmen und des besessenen José bis zum tödlichen Ende. Ek vermeidet die gängigen Carmen-Klischees, spielt mit klassischen Geschlechterrollen und gelangt zu einer zutiefst menschlichen, radikalen Deutung der Figur.
Kulturelle Bedeutung
Eks „Carmen" gilt als eines der bedeutenden Handlungsballette des späten 20. Jahrhunderts und wird europaweit gefeiert. Mehr als drei Jahrzehnte nach der Uraufführung hat die Interpretation nichts von ihrer Frische und Relevanz verloren. Die Zürcher Einstudierung 2025 zu Eks 80. Geburtstag brachte das Werk erstmals ans Opernhaus Zürich, wo es im Doppelabend „Oiseaux Rebelles" gezeigt wird.
