Bojarynja Wera Scheloga
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Bojarynja Wera Scheloga

Nikolai Rimski-Korsakow
Oper · 1898

Über das Werk

Oper in einem Akt von Nikolai Rimski-Korsakow, hervorgegangen aus über dreißig Jahre gereiftem Material zu seiner Oper „Das Mädchen von Pskow“. Einen ersten, 1876/77 komponierten Prolog nach dem ersten Akt von Lew Meis Drama Pskowitjanka verwarf der Komponist als „lang und schwerfällig“ und schrieb ihn 1898 vollständig neu; die eigenständige Uraufführung fand am 27. Dezember 1898 im Moskauer Solodownikow-Theater statt und galt als Erfolg.

Handlung

Wera Scheloga gesteht ihrer Schwester Nadeschda, dass ihre neugeborene Tochter nicht von ihrem abwesenden Mann Iwan Scheloga stammt, sondern von einem Fremden, dem sie auf einer Reise begegnet war. Als der Ehemann unerwartet zurückkehrt und die Vaterschaft infrage stellt, gibt sich Nadeschda spontan als Mutter des Kindes aus – das später als Olga, Tochter Iwans des Schrecklichen, zur Titelfigur von „Das Mädchen von Pskow“ wird.

Kulturelle Bedeutung

Zwischen 1901 und 1903 diente das Werk als Prolog zu „Das Mädchen von Pskow“, wurde davon aber wieder getrennt, da die größere Oper auch ohne ihn auskam. Im Westen blieb „Bojarynja Wera Scheloga“ bis zu einer Aufführung 1978 eine Rarität; sie zeigt, wie Rimski-Korsakow aus verworfenem Material ein eigenständiges Werk gewann.

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