Über das Werk
Bion ist eine einaktige Comédie en vers mêlée de musique (Opéra comique) von Étienne-Nicolas Méhul nach einem Libretto von François-Benoît Hoffman, das auf dem Roman Les voyages d'Anténor von Étienne-François de Lantier beruht. Die Uraufführung fand am 27. Dezember 1800 an der Opéra-Comique in Paris statt.
Handlung
Der alternde Dichter Bion nimmt zwei Reisende auf, den Philosophen Agénor und dessen Begleiter Cratès. Agénor verliebt sich in Bions Mündel Nysa, eine von ihm freigelassene Sklavin, die seine Zuneigung erwidert, sich ihm aber aus Dankbarkeit verpflichtet fühlt. Als Bion sich scheinbar zurückzieht, gestehen sich die beiden ihre Liebe; Bion kehrt zurück, stellt das Paar auf die Probe und segnet am Ende, längst eingeweiht, ihre Verbindung.
Kulturelle Bedeutung
Der anhaltende Erfolg des Werks zeigte sich in einer Wiederaufnahme 1802, zwei Jahre nach der Uraufführung.
