Über das Werk
Oper in drei Akten von Ferenc Erkel nach einem Libretto von Béni Egressy, das auf József Katonas gleichnamigem, bis 1860 von der Zensur verbotenem Drama beruht. Erste Teile entstanden bereits 1844/45, die Uraufführung der vollendeten Fassung fand am 9. März 1861 im Nationaltheater Pest statt.
Handlung
Der ungarische Vizekönig Bánk kehrt an den Hof zurück und erfährt, dass Königin Gertrud seine Frau Melinda dem Bruder der Königin, Ottó, zutreibt. Als Melinda daraufhin von Ottó verführt wird und dem Wahnsinn verfällt, tötet Bánk in seiner Verzweiflung die Königin – ein Aufstand des ungarischen Adels gegen die Fremdherrschaft ist die Folge.
Kulturelle Bedeutung
Bánk bán zeigte erstmals in großer Form, wie sich ungarische Volksmusik mit den Mitteln der französischen und italienischen Grand Opéra verbinden ließ, und gilt bis heute als Erkels bedeutendste Oper und als Gründungswerk der ungarischen Nationaloper. Erkel selbst und später sein Sohn Gyula überarbeiteten die Partitur mehrfach, zuletzt 1939.
