Über das Werk
Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully nach einem Libretto von Philippe Quinault, das auf dem antiken Mythos um den phrygischen Hirten Atys beruht. Die Oper wurde am 10. Januar 1676 im Schloss Saint-Germain-en-Laye für den Hof uraufgeführt und im April desselben Jahres erstmals öffentlich am Théâtre du Palais-Royal in Paris gezeigt.
Handlung
Der Hirte Atys und die Prinzessin Sangaride lieben sich heimlich, obwohl Sangaride mit König Célénus verheiratet werden soll. Die Göttin Cybèle verliebt sich ebenfalls in Atys und macht ihn zu ihrem Oberpriester. Als sie von seiner wahren Liebe erfährt, treibt sie ihn in den Wahnsinn, in dem er die eigene Geliebte tötet, bevor er sich selbst das Leben nimmt und von Cybèle in einen Pinienbaum verwandelt wird.
Kulturelle Bedeutung
Ludwig XIV. schätzte das Werk besonders und gab dem Librettisten eigene Anregungen zum Stoff, wodurch es als „Opéra du Roi“ bekannt wurde, obwohl es beim Pariser Publikum zunächst nur verhalten aufgenommen wurde. William Christies vielbeachtete Neuinszenierung von 1987 gilt als Ausgangspunkt der modernen Lully-Wiederentdeckung auf der Bühne.
