Atalia
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Atalia

Johann Simon Mayr
Oper · 1822

Über das Werk

Atalia ist ein Dramma sacro per musica in zwei Akten von Johann Simon Mayr nach einem Libretto von Felice Romani, das sich an Racines Tragödie „Athalie“ anlehnt. Der Anstoß ging 1815 von Rossini aus, der als maestro concertatore am Teatro San Carlo wirkte; durch Verzögerungen kam das mit szenischer Ausstattung aufgeführte Werk erst 1822 in überarbeiteter Fassung ohne die ursprünglich vorgesehene Liebeshandlung heraus.

Handlung

Die usurpierende Königin Atalia lässt die Nachkommen des davidischen Königshauses töten, um ihre Herrschaft zu sichern — bis der totgeglaubte Thronerbe Gioas im Tempel auftaucht und ihren Sturz besiegelt.

Kulturelle Bedeutung

Atalia steht in der neapolitanischen Tradition biblischer Fastenzeit-Dramen, die anstelle weltlicher Opern mit voller szenischer Ausstattung am Teatro San Carlo gezeigt wurden. Die Uraufführung 1822 ist durch Rossinis unmittelbare Eingriffe in Kürzungen, Änderungen und Ergänzungen der Partitur dokumentiert.

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