Über das Werk
"Atalanta" ist eine Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel; das anonym bearbeitete Libretto geht auf Belisario Valerianis "La caccia in Etolia" (1715) zurück. Händel schrieb die Oper zur Feier der Hochzeit von Friedrich, Prince of Wales, mit Prinzessin Augusta von Sachsen-Gotha am 27. April 1736 und vollendete die Partitur erst wenige Tage vor der Uraufführung am 12. Mai 1736 im Covent Garden Theatre.
Handlung
König Meleagro und Prinzessin Atalanta leben, einander unerkannt, verkleidet als Hirten. Eifersüchteleien und Verwechslungen unter den übrigen Figuren verzögern die Erkenntnis, dass sie längst ineinander verliebt sind; am Ende segnet Jupiter selbst ihre Vereinigung.
Kulturelle Bedeutung
Zum pastoralen Finale ließ Händel ein Feuerwerk abbrennen, das den Dichter Thomas Gray zu einer Beschreibung von "einem Springbrunnen aus Feuer" und einem Regen aus goldfarbenem, silbernem und blauem Feuer inspirierte. Das frisch vermählte Prinzenpaar blieb der Premiere fern und besuchte erst eine Wiederaufnahme im November 1736; insgesamt erlebte die Oper in jener von Konkurrenz geprägten Spielzeit nur acht Vorstellungen.
