Über das Werk
Artaserse ist Christoph Willibald Glucks erste Oper, komponiert nach Pietro Metastasios gleichnamigem Libretto. Die Uraufführung fand am 26. Dezember 1741 am Teatro Regio Ducale in Mailand statt; Gluck widmete das Werk dem österreichischen Feldherrn Otto Ferdinand von Abensperg und Traun.
Handlung
Am persischen Königshof ermordet der Gardekommandant Artabano König Xerxes und lenkt den Verdacht auf dessen Sohn Dareios, der hingerichtet wird. Artabanos eigener Sohn Arbace gerät fälschlich unter Mordverdacht; sein Vater verurteilt ihn zum Tode, will ihn aber heimlich retten, um selbst die Macht an sich zu reißen. Am Ende kommt die Wahrheit ans Licht, und Arbace wird rehabilitiert.
Kulturelle Bedeutung
Von Glucks Vertonung sind nur zwei Arien erhalten. Metastasios Text wurde mit über neunzig Vertonungen – etwa von Vinci, Hasse, Johann Christian Bach und Arne – zum meistvertonten Libretto des 18. Jahrhunderts und prägte die Gattung der Opera seria nachhaltig.