Über das Werk
Barockes Singe-Spiel in fünf Akten von Reinhard Keiser nach einem italienischen Vorbild, bearbeitet vom Librettisten Breymann, uraufgeführt 1710 an der Oper am Gänsemarkt in Hamburg. Ungewöhnlich für Keiser ist die fünfaktige Anlage; der Text mischt deutsche Passagen mit einzelnen italienischen Arien.
Handlung
Die verwitwete Königin Arsinoe von Kyrene will die Verlobung ihrer Tochter Berenice mit dem ägyptischen Prinzen Tolomeo lösen, um sie mit dem makedonischen König Demetrius zu vermählen – verliebt sich dabei aber selbst in ihn. Nach Demetrius’ vermeintlicher Vergiftung und rätselhafter Wiederkehr lösen sich die Verwicklungen: Berenice nimmt Tolomeo doch noch an, während Arsinoe sich mit Demetrius verbindet.
Kulturelle Bedeutung
Bekannt wurde vor allem die Auftrittsarie der Sopranistin mit vier obligaten Blockflöten, die auch separat auf Tonträger erschienen ist. Nach dem Erfolg von 1710 blieb Arsinoe lange von den Bühnen verschwunden, bis die Berliner Kammeroper das Werk 2006 unter der Regie von Kay Kuntze wiederentdeckte.