Über das Werk
Komödie in drei Akten von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski, 1854 entstanden und am 25. Januar 1854 am Moskauer Maly-Theater uraufgeführt; noch im selben Jahr folgte eine Aufführung in Sankt Petersburg. Das Stück entstand unter dem Einfluss der slawophilen Redaktion der Zeitschrift „Moskwitjanin“, der Ostrowski damals nahestand, und ist versöhnlicher gehalten als seine früheren Kaufmannsstücke.
Handlung
Der reiche, herzlose Kaufmann Gordej Torzow will seine Tochter Ljubow gegen ihren Willen mit dem vermögenden, aber lasterhaften Fabrikanten Korschunow verheiraten und verbietet ihr die Liebe zu seinem einfachen Angestellten Mitja. Erst sein verarmter, aber aufrechter Bruder Ljubim bringt Torzow während der weihnachtlichen Festtage zur Einsicht, sodass dieser der Heirat von Mitja und Ljubow am Ende doch zustimmt.
Kulturelle Bedeutung
Mit zahlreichen Weihnachtsbräuchen, Liedern und Ritualen der russischen Provinz zeichnet das Stück ein folkloristisches Gegenbild zur kalten Berechnung der Geschäftswelt und markiert Ostrowskis Hinwendung zu einer versöhnlicheren, komödiantischeren Tonlage. Die Figur des verarmten, aber moralisch integren Bruders Ljubim Torzow wurde zu einer der beliebtesten komischen Rollen des russischen Theaters des 19. Jahrhunderts.