Über das Werk
Arminio ist eine Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel auf ein Libretto nach Antonio Salvis Text von 1703, der wiederum auf Jean Galbert de Campistrons Drama „Arminius" von 1684 zurückgeht. Die Uraufführung fand am 12. Januar 1737 am Covent Garden Theatre in London statt.
Handlung
Der gefangene Cherusker-Fürst Arminio widersetzt sich trotz Todesdrohung seinem romfreundlichen Schwiegervater Segeste und der römischen Herrschaft. Seine Frau Tusnelda und seine Schwester Ramise setzen sich für seine Freilassung ein. Am Ende besiegt Arminio die Römer, versöhnt sich mit dem reuigen Segeste und arrangiert die Hochzeit seiner Schwester.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper behandelt den Stoff um den Cherusker Arminius und die Varusschlacht von 9 n. Chr. und eröffnete Händels Saison im scharfen Konkurrenzkampf mit der Oper of the Nobility. Trotz Lob aus Händels Umfeld blieb der Publikumserfolg aus: Nach nur sechs Vorstellungen verschwand Arminio für rund zwei Jahrhunderte von der Bühne, bevor es 1935 in Leipzig wiederentdeckt wurde.