Über das Werk
Arminio ist eine Opera seria in drei Akten von Johann Adolph Hasse nach dem Libretto von Giovanni Claudio Pasquini – ein anderer Text als der von Antonio Salvi, den Hasse für seine frühere, 1730 in Mailand uraufgeführte Arminio-Vertonung genutzt hatte. Diese Fassung wurde am 7. Oktober 1745 im Dresdner Hoftheater am Zwinger uraufgeführt; eine überarbeitete Fassung folgte am 8. Januar 1753 ebendort.
Handlung
Die Handlung greift den historischen Sieg des Cheruskerfürsten Arminius über die römischen Legionen im Jahr 9 n. Chr. auf. Der mit Rom verbündete Chattenfürst Segeste verweigert seiner Tochter Tusnelda die Verlobung mit Arminio, während der römische Statthalter Varo von Arminio verlangt, dessen Schwester Marzia zu heiraten, um den Frieden zu sichern. Nach Gefangennahme und mehreren Konfrontationen entscheidet Arminios militärischer Sieg den Konflikt, und die Überlebenden versöhnen sich.
Kulturelle Bedeutung
Nach Dresden wurde das Werk in Berlin (1746/47 und 1773/74), Wien (1747), Braunschweig (1747) und Warschau (1761) nachgespielt; 2016 erlebte es in Warschau durch die Orkiestra Historyczna aus Katowice eine moderne Wiederaufführung.
