Armida
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Armida

Gioachino Rossini
Oper · 1817

Über das Werk

Armida ist ein Dramma per musica in drei Akten von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Giovanni Schmidt, das sich auf Episoden aus Torquato Tassos Versepos Gerusalemme liberata stützt. Die Oper entstand für die Wiedereröffnung des Teatro San Carlo in Neapel, das ein Jahr zuvor einem Brand zum Opfer gefallen war, und wurde im November 1817 uraufgeführt.

Handlung

Die Zauberin Armida und ihr Onkel Idraote wollen das vor Jerusalem lagernde Kreuzritterheer schwächen, indem Armida sich als vertriebene Herrscherin ausgibt und um Hilfe bittet; zahlreiche Ritter lassen sich verführen. Der gewählte Anführer Rinaldo verliebt sich, an eine frühere Begegnung anknüpfend, ernsthaft in Armida. Seine Gefährten Carlo und Ubaldo holen ihn mit magischen Mitteln zur Pflicht zurück; Rinaldo verlässt Armida, die daraufhin der Rache verfällt und in einem von Drachen gezogenen Wagen verschwindet.

Kulturelle Bedeutung

Die Titelpartie, geschrieben für Isabella Colbran, gilt als eine der anspruchsvollsten und koloraturreichsten Sopranrollen Rossinis; ungewöhnlich ist zudem die Besetzung mit sechs Tenorpartien. Nach ihrer Entstehungszeit verschwand die Oper weitgehend von den Bühnen und wurde erst im späten 20. Jahrhundert wiederentdeckt.

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