Über das Werk
Oper in fünf Akten von Jules Massenet nach griechischer Mythologie, mit einem Libretto des Dichters Catulle Mendès. Die Uraufführung am 31. Oktober 1906 an der Pariser Oper war Massenets fünfte Premiere an diesem Haus.
Handlung
Ariane verhilft Thésée, den Minotaurus zu töten und Kreta zu entkommen, wird von ihm aber für ihre Schwester Phèdre verlassen. Nachdem Phèdre von einer umstürzenden Statue getötet wird, steigt Ariane in die Unterwelt hinab und erreicht bei Perséphone deren Rückkehr ins Leben – doch Thésée entscheidet sich erneut für Phèdre. Verzweifelt lässt sich Ariane vor Naxos von Sirenenstimmen ins Meer locken und ertränkt sich.
Kulturelle Bedeutung
Für die dunklere Klangfarbe der Partitur erweiterte Massenet die tiefen Blechbläser um Kontrabassklarinette, Basstrompete und eine vierte Posaune. Die „Air des roses“ wurde bei jeder Vorstellung da capo verlangt, dennoch verschwand das rund 60-mal gespielte Werk bald wieder von den Spielplänen.
