Argippo
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Argippo

Antonio Vivaldi
Oper · 1730

Über das Werk

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi nach einem von Claudio Nicola Stampa überarbeiteten Libretto Domenico Lallis, das ursprünglich 1713 für Francesco Mancinis „Il gran Mogol" entstanden war. Die Uraufführung fand in der Karnevalssaison 1730 im Theater am Kärntnertor in Wien statt, im Herbst desselben Jahres folgte eine überarbeitete Fassung am Theater des Grafen von Sporck in Prag.

Handlung

Am Hof des Großmoguls Tisifaro verführt Silvero, ein Cousin des Herrschers, dessen Tochter Zanaida, indem er sich als ihr Geliebter Argippo ausgibt. Als der wahre Argippo mit seiner rechtmäßigen Frau Osira am Hof eintrifft, entstehen aus der Verwechslung schwerwiegende Missverständnisse, die erst nach und nach aufgeklärt werden.

Kulturelle Bedeutung

Die Partitur galt lange als verloren, bis der Dirigent Ondřej Macek 2006 rund die Hälfte der Vivaldi-Arien in einem Privatarchiv in Regensburg entdeckte und die Oper daraus rekonstruierte; 2008 kam eine weitere Wiener Frühfassung, 2011 ein zusätzliches Pasticcio-Manuskript in Darmstadt hinzu. Für die Arie „Gelido in ogni vena" griff Vivaldi auf Musik aus seinem Konzert „L'inverno" zurück.

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