Über das Werk
Nachdem Senesino und fast die gesamte Sängertruppe im Mai 1733 zur konkurrierenden „Opera of the Nobility“ übergelaufen waren, stellte Händel im Januar 1734 mit „Arbace“ sein zweites Pasticcio jener Spielzeit zusammen. Grundlage war vor allem Leonardo Vincis erfolgreiche Vertonung von Pietro Metastasios Libretto „Artaserse“, ergänzt um Arien von Johann Adolf Hasse und Giovanni Porta. Uraufführung war Anfang Januar 1734 am King's Theatre Haymarket in London.
Handlung
Der persische General Artabano hat König Serse ermordet und will dessen Sohn Artaserse vom Thron stürzen. Artabanos Freund Arbace, von Serse einst verbannt, weigert sich, an der Verschwörung mitzuwirken, gerät dadurch selbst unter Verdacht und entgeht nur knapp einem Giftanschlag. Am Ende wird Artabanos Schuld enthüllt, und Arbace erhält Mandane zur Frau.
Kulturelle Bedeutung
Mit neun Aufführungen war „Arbace“ für ein Pasticcio ein achtbarer Erfolg, blieb aber hinter der von Farinelli gesungenen Konkurrenzfassung der Nobility Opera zurück. Das Werk zeigt, wie Händel im Londoner Opernkrieg der 1730er Jahre mit dem modischen, melodiebetonten neapolitanischen Stil seiner Rivalen kontern wollte.
