Antonius und Cleopatra
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Antonius und Cleopatra

William Shakespeare
Theater · 1606
TragödieKlassiker

Über das Werk

William Shakespeare schrieb die Tragödie vermutlich um 1606, im zeitlichen Umfeld von „König Lear" und „Macbeth". Der Verleger Edward Blount ließ das Stück im Mai 1608 im Stationers' Register eintragen; gedruckt wurde es erst 1623 in der ersten Folio-Ausgabe. Eine Aufführung zu Lebzeiten Shakespeares ist nicht dokumentiert, wird aber für die King's Men um 1607 angenommen. Als Hauptquelle diente Shakespeare Thomas Norths englische Übersetzung von Plutarchs Lebensbeschreibung des Marcus Antonius.

Handlung

Nach dem Tod seines Mitregenten Julius Caesar teilt sich Marcus Antonius die Macht über Rom mit Octavius Caesar und Lepidus, verbringt aber die meiste Zeit in Ägypten an der Seite der Königin Kleopatra. Die Liebe der beiden gerät in Konflikt mit römischer Pflicht und Politik, als Antonius eine politische Ehe mit Octavius' Schwester eingeht und es zum offenen Bruch mit Rom kommt. Nach der Niederlage seiner Flotte bei Actium und Kleopatras vermeintlichem Tod tötet sich Antonius; Kleopatra folgt ihm freiwillig in den Tod, um nicht als Gefangene im Triumphzug Octavius' gezeigt zu werden.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück gilt als eine der sprachlich reichsten Tragödien Shakespeares und wird zu seinen großen Tragödien der mittleren 1600er-Jahre gezählt. Die Titelfigur der Kleopatra zählt zu den komplexesten weiblichen Rollen des Autors und wurde seither von zahlreichen bedeutenden Schauspielerinnen verkörpert.

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