Angabe der Person
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Angabe der Person

Elfriede Jelinek
Theater · 2022
PostdramatikZeitgenossen

Über das Werk

„Angabe der Person“ ist ein Theatertext von Elfriede Jelinek, der im November 2022 auch als rund 190 Seiten starkes Buch bei Rowohlt erschien. Eine feste Besetzung schreibt der Text nicht vor. Die Uraufführung fand am 16. Dezember 2022 am Deutschen Theater Berlin statt: Jossi Wieler verteilte den Text dort auf drei Schauspielerinnen und kürzte ihn etwa um die Hälfte.

Handlung

Ausgangspunkt ist ein Steuerverfahren gegen die Autorin selbst: Deutsche Steuerfahnder durchsuchten ihre Räume, werteten private E-Mails aus und wollten belegen, dass ihr Lebensmittelpunkt nicht in Wien, sondern in München liege; das Verfahren wurde eingestellt. Von dieser Durchleuchtung der eigenen Person aus erzählt Jelinek von der jüdischen Familie ihres Vaters, von Verwandten, die aus Österreich vertrieben, deportiert und ermordet wurden. Zugleich folgt der Text den Wegen des Geldes, von geraubtem jüdischem Besitz und versäumter Wiedergutmachung über NS-Täterfamilien, die ihr Eigentum zurückbekamen, bis zu Cum-Ex-Geschäften und dem Wirecard-Skandal.

Kulturelle Bedeutung

Der Text wurde 2023 für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert, und die Berliner Uraufführung erhielt im selben Jahr den Nestroy-Theaterpreis als beste deutschsprachige Aufführung. Übersetzungen liegen unter anderem auf Italienisch, Niederländisch, Polnisch und Rumänisch vor; die österreichische Erstaufführung folgte am 9. Mai 2025 am Landestheater Niederösterreich in St. Pölten.

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30. Oktober 2026
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