Über das Werk
Andria ist Terenz' erstes Stück und wurde 166 v. Chr. bei den Ludi Megalenses uraufgeführt. Es verarbeitet Menanders gleichnamige Komödie und, laut dem eigenen Prolog, auch Motive aus Menanders verlorener „Perinthia“ – eine Verschmelzung zweier Vorlagen (contaminatio), die Terenz darin gegen zeitgenössische Kritiker verteidigte.
Handlung
Der Athener Pamphilus hat die vermeintliche Fremde Glycerium von Andros geschwängert und ihr die Ehe versprochen, doch sein Vater Simo will ihn mit der Tochter des Nachbarn Chremes verheiraten. Erst am Ende stellt sich heraus, dass Glycerium Chremes' eigene, verschollene Tochter ist, wodurch der Weg für die Hochzeit mit Pamphilus frei wird, während sein Freund Charinus die andere Tochter erhält.
Kulturelle Bedeutung
Der Satz „hinc illae lacrimae“ (daher jene Tränen) aus dem Stück wurde von Cicero und Horaz zitiert und blieb als geflügeltes Wort in Gebrauch. Als erstes Terenz-Stück, das nach der Antike wieder aufgeführt wurde – 1476 in Florenz –, stand die Andria am Beginn der neuzeitlichen Terenz-Rezeption und wurde unter anderem von Machiavelli bearbeitet.
