Anatol
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Anatol

Arthur Schnitzler
Theater · 1910
Klassiker

Über das Werk

Anatol ist ein Zyklus aus sieben eigenständigen Einaktern, die Arthur Schnitzler zwischen 1888 und 1891 verfasste; 1893 erschienen sie erstmals gesammelt im Druck, eingeleitet von einem Gedicht des jungen Hugo von Hofmannsthal. Als geschlossene Bühnenfolge kamen alle sieben Stücke erst am 3. Dezember 1910 am Deutschen Volkstheater Wien zur Uraufführung.

Handlung

Die Szenen zeigen den jungen Wiener Anatol auf seinem Weg durch wechselnde Liebschaften: Er lässt eine Geliebte hypnotisieren, um ihre Treue zu prüfen, wagt aber die entscheidende Frage nicht zu stellen; er begegnet früheren Geliebten, die ihn kaum wiedererkennen oder deren Erinnerungsstücke an andere Männer ihn verstören. Am Ende steht er, unverändert unsicher, am Morgen seiner eigenen Hochzeit.

Kulturelle Bedeutung

Bei der Uraufführung saß Thronfolger Franz Ferdinand im Publikum, wie Schnitzler in seinem Tagebuch vermerkte. Anatol gilt als Schnitzlers Durchbruch und als Prototyp des unentschlossenen, liebesunfähigen Mannes der Wiener Moderne; 1921 verfilmte Cecil B. DeMille den Stoff in Hollywood als The Affairs of Anatol.

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