Amor vien dal destino
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Amor vien dal destino

Agostino Steffani
Oper · 1709

Über das Werk

Amor vien dal destino ist eine Oper in drei Akten von Agostino Steffani nach einem italienischen Libretto Ortensio Mauros nach Vergils „Aeneis“. Ursprünglich um 1693 in Hannover unter dem Titel „Il Turno“ für den Karneval komponiert, wurde sie dort nie gespielt, da ihre Handlung einer Affäre am Hof zu nahekam. Erst nach einer Überarbeitung kam das Werk im Karneval 1709 in Düsseldorf zur Uraufführung.

Handlung

Die Handlung beruht auf einer Episode aus Vergils „Aeneis“: König Latinus hat seine Tochter Lavinia dem Fürsten Turno versprochen, doch eine Weissagung offenbart, dass ihr Schicksal stattdessen an Äneas gebunden ist – aus dieser Verbindung soll die römische Nation hervorgehen. In der für Düsseldorf überarbeiteten Fassung überlebt Turno den Konflikt und wird mit Juturna verheiratet.

Kulturelle Bedeutung

Die Partitur zählt zu den klanglich reichsten Werken Steffanis, unter anderem durch den frühen Einsatz des Chalumeau, und weist die Heldin Lavinia ungewöhnlich der Altstimme statt dem Sopran zu. Nach Jahrhunderten der Stille wurde die Oper 1981 konzertant wiederaufgeführt, 2016 an der Staatsoper Berlin neu inszeniert und erhielt 2026 an der Oper Frankfurt ihre erste große Inszenierung in jener Stadt, in deren Kaiserdom Steffani selbst begraben liegt.

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