Über das Werk
Amica ist ein „Poème dramatique“ in zwei durch ein Orchesterzwischenspiel getrennten Akten von Pietro Mascagni – seine einzige Oper mit französischem Libretto, verfasst vom Verleger Paul de Choudens unter dem Pseudonym Paul Bérel. Die Uraufführung fand am 16. März 1905 im Salle Garnier von Monte-Carlo statt, unter der Leitung des Komponisten und mit Geraldine Farrar in der Titelrolle.
Handlung
In den piemontesischen Alpen um 1900 will der alte Camoine seine Nichte Amica mit dem älteren der beiden von ihm aufgezogenen Waisenbrüder, Giorgio, verheiraten. Amica liebt jedoch dessen jüngeren Bruder Rinaldo und flieht mit ihm. Als Giorgio das Paar in den Bergen stellt und erkennt, dass sein Rivale sein eigener Bruder ist, verlässt Rinaldo die verzweifelte Amica, die sich daraufhin in den Tod stürzt.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung in Monte-Carlo wurde herzlich aufgenommen, während die italienische Erstaufführung zwei Monate später in Rom unter technischen Problemen litt. Mit rund 400 Aufführungen in Europa und Südamerika über etwa sechs Jahre war Amica zeitweise erfolgreich, geriet aber in Vergessenheit, als Mascagni sie nicht mehr selbst dirigierte.
