Amadis
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Amadis

Jean-Baptiste Lully
Oper · 1684
TragödieKlassiker

Über das Werk

Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully nach einem Libretto von Philippe Quinault, das auf dem spanischen Ritterroman „Amadis de Gaula“ von Garci Rodríguez de Montalvo in der französischen Fassung von Nicolas Herberay des Essarts beruht. Ludwig XIV. gab Quinault den Stoff selbst vor; uraufgeführt wurde das Werk am 18. Januar 1684 an der Académie royale de musique in Paris, nachdem die für Versailles geplante Premiere wegen des Todes der Königin verschoben worden war.

Handlung

Der Ritter Amadis liebt Prinzessin Oriane, doch der Zauberer Arcalaüs stellt sich der Verbindung mit dunklen Mächten in den Weg. Die Zauberin Arcabonne verliebt sich selbst in Amadis und gerät dadurch in Konflikt mit ihrem eigenen Bruder. Die gute Fee Urgande löst die Verwicklungen schließlich auf und führt die Liebenden im verzauberten Palast Apollidons zusammen.

Kulturelle Bedeutung

Die Chaconne des fünften Akts gilt bis heute als einer der choreografisch anspruchsvollsten Sätze der Tragédie lyrique. Das Werk wurde nach der Uraufführung über nahezu ein Jahrhundert hinweg immer wieder aufgenommen, zuletzt 1771 mit der berühmten Sängerin Sophie Arnould, bevor es erst seit den 2000er-Jahren erneut regelmäßig gespielt wird.

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