alphabet
—
0 Bewertungen

alphabet

Inger Christensen
Theater · 1981

Über das Werk

alphabet (dänisch alfabet) ist ein Langgedicht der dänischen Lyrikerin Inger Christensen, das 1981 erschien und zu ihren bekanntesten Werken gehört. Auf Deutsch liegt es in der Übertragung von Hanns Grössel vor. Als Theaterabend wurde der Text im März 2026 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg in der Regie von Thom Luz uraufgeführt, als Verbindung aus gesprochener Sprache, Schlagwerk und Live-Musik.

Handlung

Eine Handlung im üblichen Sinn gibt es nicht: Das Gedicht ist in 14 Abschnitte von a bis n gegliedert, und jeder Abschnitt ruft Dinge der Welt auf, die mit seinem Buchstaben beginnen. Wie viele Zeilen ein Abschnitt hat, bestimmt die Fibonacci-Folge, vom einzeiligen Anfang bis zu 610 Zeilen im letzten Teil. Je weiter die Aufzählung anwächst, desto stärker mischen sich zwischen Pflanzen, Tiere und Alltagsdinge Bilder von Zerstörung, verwüsteter Natur und atomarer Bedrohung.

Kulturelle Bedeutung

Das Gedicht verbindet mathematische Ordnung mit der Frage, was angesichts möglicher Vernichtung überhaupt Bestand hat, und gilt als eines der Hauptwerke Christensens, die als führende experimentelle Dichterin Dänemarks ihrer Generation gilt. Susanna Nieds englische Übersetzung wurde 1982 mit dem Übersetzungspreis der American-Scandinavian Foundation ausgezeichnet.

Community-Bewertung
—
0 Bewertungen
Kommende Aufführungen
Deutsches Schauspielhaus · Hamburg
9. Oktober 2026 · 3×
Home
Entdecken
Freunde
Profil