Über das Werk
Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy, uraufgeführt am 4. Mai 1850 im Wiener Carltheater. Nestroy griff darin ein Motiv aus Charlotte Birch-Pfeiffers Stück „Gasthaus-Abentheuer“ auf und ließ auf dem Theaterzettel ausdrücklich vermerken, es handle sich um keine Parodie von Meyerbeers Oper „Der Prophet“.
Handlung
Ein Landgasthof gerät in Aufregung, weil eine Theatertruppe dort Meyerbeers Oper „Der Prophet“ aufführen soll. Ein ehemaliger Liebhaber sucht die Wirtin, ein verkleidetes Mädchen verfolgt einen Sänger, und ein Gauner gibt sich als Polizeikommissär aus, wird dabei zeitweise selbst für den Komponisten Meyerbeer gehalten, ehe der wahre Betrüger entlarvt wird.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück fiel bei der Uraufführung durch und erlebte nur vier Vorstellungen; die Wiener Theaterzeitung bescheinigte ihm „keine Handlung, kein Leben, kein Witz“. Erst spätere Interpreten wie Otto Forst de Battaglia erkannten in der Satire auf den zeitgenössischen Meyerbeer-Rummel und die Provinzbühnen einen eigenen Wert.