Über das Werk
Dramma per musica in drei Akten von Tommaso Traetta nach Pietro Metastasios Libretto, uraufgeführt am 29. April 1762 im Teatro Pubblico in Reggio nell'Emilia. Metastasios Text von 1729 war nach „Artaserse“ einer seiner meistvertonten Operntexte und wurde von mehr als 50 Komponisten in Musik gesetzt.
Handlung
Nach seinem militärischen Sieg über den indischen König Poro zeigt sich Alessandro der Große großzügig: Er begnadigt den gefangenen Gegner und gibt ihm seine Herrschaft zurück. Überlagert wird die Handlung von der Liebe zwischen Poro und der Königin Cleofide, die zwischen Treue zu ihrem Volk und der Gunst des Siegers vermitteln muss, sowie von Alessandros eigenem inneren Konflikt zwischen Eroberung und Edelmut.
Kulturelle Bedeutung
Wie viele Vertonungen des Alessandro-Stoffs stellt auch Traettas Fassung die Großmut des Siegers über den militärischen Triumph – ein bei Metastasio wiederkehrendes Motiv aufgeklärter Herrschaft. Die Oper entstand in der Zeit, als Traetta als Hofkapellmeister in Parma zugleich an der Erneuerung der Opera seria arbeitete.