Über das Werk
Alessandro e Poro ist eine Opera seria von Carl Heinrich Graun nach Pietro Metastasios Libretto über die Begegnung Alexanders des Großen mit dem indischen König Poro. Graun komponierte das Werk für die Königliche Hofoper Berlin, wo es am 21. Dezember 1744 uraufgeführt wurde.
Handlung
Nach seinem Sieg über König Poro steht Alexander der Große vor der Entscheidung, wie er mit dem Besiegten umgeht. Verwickelt in Intrigen des Verräters Timagene und in die Gefühle der Königin Cleofide, die Poro liebt, entscheidet sich Alexander am Ende für Großmut: Er verzeiht Poro und gibt ihm sein Reich zurück.
Kulturelle Bedeutung
Wie in Metastasios verwandtem Sujet 'La clemenza di Tito' feiert das Werk die Milde des siegreichen Herrschers gegenüber dem Besiegten – ein Thema, das am Hof Friedrichs II. auch als Selbstbild des aufgeklärten Monarchen gelesen werden konnte.