Über das Werk
Aleko ist eine einaktige Oper von Sergei Rachmaninow nach einem Libretto von Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko, das auf Alexander Puschkins Versepos „Die Zigeuner“ (1827) beruht. Rachmaninow komponierte das Werk 1892 als Abschlussarbeit am Moskauer Konservatorium – angeblich in nur siebzehn Tagen – und erhielt dafür die Große Goldmedaille. Die Uraufführung fand am 9. Mai 1893 am Bolschoi-Theater in Moskau statt; Pjotr Tschaikowski war anwesend und lobte den neunzehnjährigen Komponisten.
Handlung
Aleko hat sein bürgerliches Leben verlassen, um mit den Zigeunern zu ziehen, und lebt mit der jungen Zemfira zusammen. Als er entdeckt, dass sie sich einem anderen Mann zugewandt hat, tötet er im Eifersuchtswahn sowohl Zemfira als auch ihren Liebhaber. Die Zigeuner verstoßen ihn daraufhin aus ihrer Gemeinschaft, weil sie mit einem Mörder nicht weiterziehen wollen.
Kulturelle Bedeutung
Als Diplomarbeit eines Neunzehnjährigen begründete Aleko Rachmaninows Ruf als Opernkomponist und blieb neben „Der geizige Ritter“ und „Francesca da Rimini“ eines von nur drei vollendeten Bühnenwerken seines Opernschaffens.