Über das Werk
Alceste ist eine Oper von Christoph Willibald Gluck nach einem Libretto von Ranieri de’ Calzabigi, das auf Euripides’ Tragödie „Alkestis“ zurückgeht. Die italienische Fassung wurde am 26. Dezember 1767 im Wiener Burgtheater uraufgeführt; für die Pariser Oper überarbeitete François-Louis Gand Le Bland Du Roullet 1776 Text und Musik grundlegend ins Französische.
Handlung
König Admetos von Pherai liegt im Sterben; nur das freiwillige Opfer eines nahen Menschen kann ihn retten. Seine Frau Alceste erklärt sich bereit, an seiner Stelle zu sterben. Als Admetos davon erfährt, will er nicht ohne sie leben – erst der Halbgott Herakles steigt in die Unterwelt hinab und erkämpft beiden das Leben zurück.
Kulturelle Bedeutung
Nach „Orfeo ed Euridice“ ist „Alceste“ Glucks zweite Reformoper: Die Musik soll der Handlung dienen, statt sie durch reine Gesangsvirtuosität zu unterbrechen. Das Werk zählt bis heute zu den Schlüsselwerken der Operngeschichte.
