Über das Werk
Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully nach einem Libretto von Philippe Quinault, das sich locker an Euripides' Tragödie „Alkestis“ (438 v. Chr.) anlehnt. Die zweite Tragédie lyrique des Duos wurde am 19. Januar 1674 im Théâtre du Palais-Royal in Paris uraufgeführt, nachdem die Proben zuvor am Hof in Versailles stattgefunden hatten.
Handlung
Am Hochzeitstag von Admète und Alceste entführt der verschmähte Bewerber Lycomède die Braut; im folgenden Kampf wird Admète tödlich verwundet. Der Gott Apollon verspricht Heilung, wenn sich jemand freiwillig für Admète opfert, und Alceste geht selbst in den Tod. Herkules steigt in die Unterwelt hinab, erringt Alcestes Freilassung von Pluton und führt sie, auf eine eigene Liebe verzichtend, zu Admète zurück.
Kulturelle Bedeutung
Trotz einer von Lullys Gegnern angeführten Kabale gegen die Pariser Erstaufführung setzte sich das Werk nach seiner begeisterten Aufnahme am Hof durch und wurde bis ins 18. Jahrhundert wiederholt aufgenommen. Es gehört zu den frühen Tragédies lyriques, mit denen Lully und Quinault die Gattung als eigenständige französische Alternative zur italienischen Oper etablierten.
