Über das Werk
Agon ist ein zwanzigminütiges, abstraktes Ballett für zwölf Tänzer von Igor Strawinsky und George Balanchine, komponiert zwischen 1953 und 1957 im Auftrag des New York City Ballet mit Unterstützung der Rockefeller Foundation. Strawinsky und Balanchine entwickelten Musik und Choreografie eng aufeinander abgestimmt; die Uraufführung fand am 1. Dezember 1957 im City Center of Music and Drama in New York unter der Leitung von Leon Barzin statt. Das Werk vervollständigt die lose Trilogie mit Apollo (1928) und Orpheus (1948), den beiden früheren Strawinsky-Balanchine-Kooperationen mit griechischem Bezug.
Handlung
Agon – griechisch für „Wettkampf“ – erzählt keine Geschichte, sondern gliedert sich in Formationen für zwölf Tänzer, die an höfische französische Tänze des 17. Jahrhunderts wie Sarabande, Gaillarde und Branle erinnern. Ohne Bühnenbild und Kostümdekor stehen allein Körper, Formation und die serielle Musik im Zentrum.
Kulturelle Bedeutung
Mit der Verbindung von zwölftöniger Kompositionstechnik und Balanchines rein abstrakter, dekorloser Choreografie gilt Agon als eines der einflussreichsten Ballette des 20. Jahrhunderts und als Höhepunkt der Zusammenarbeit von Strawinsky und Balanchine. Es gehört bis heute zum Kernrepertoire des New York City Ballet.