Über das Werk
Adriano in Siria ist eine Opera seria in drei Akten von Josef Mysliveček nach Pietro Metastasios 1732 am Wiener Hof uraufgeführtem Libretto, das sich auf Cassius Dios Römische Geschichte und die Historia Augusta stützt. Mysliveček schrieb seine Vertonung für Florenz, wo sie am 8. September 1776 im Teatro del Cocomero (heute Teatro Niccolini) herauskam.
Handlung
Im Antiochia des Jahres 117 n. Chr. ist Kaiser Hadrian mit Sabina verlobt, verliebt sich aber in die gefangene Partherprinzessin Emirena. Nach zahlreichen Verwicklungen siegt die Tugend: Hadrian verzichtet auf Emirena, befreit alle Gefangenen und vereint sie mit ihrem Verlobten Farnaspe.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper war erfolgreich; die Arie 'Leon piagato a morte' des Tenors Giovanni Ansani verbreitete sich im 18. Jahrhundert handschriftlich in ganz Europa. Es war Myslivečeks letztes Bühnenwerk für Florenz und wurde mit ausgetauschten Arien noch in Pavia und Perugia nachgespielt.