Adelphoe
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Adelphoe

Terenz
Theater · -160
KomödieKlassiker

Über das Werk

Adelphoe ist Terenz' letztes und nach verbreiteter Forschungsmeinung reifstes Stück. Es folgt überwiegend Menanders gleichnamiger Komödie, ergänzt um eine Szene aus Diphilos' „Synapothnescontes“ im zweiten Akt. Die Uraufführung fand 160 v. Chr. bei den Leichenspielen für Lucius Aemilius Paullus statt, die dessen Söhne, unter ihnen Scipio Aemilianus, ausrichteten.

Handlung

Die Brüder Micio und Demea haben Demeas zwei Söhne unter sich aufgeteilt: Micio erzieht Aeschinus nachsichtig in der Stadt, Demea streng auf dem Land den zweiten Sohn, Ctesipho. Als Aeschinus dem verängstigten Ctesipho hilft, eine Musikantin vor einem Sklavenhändler zu retten, und zugleich verdächtigt wird, eine Nachbarstochter verlassen zu haben, klärt sich am Ende beides auf: Aeschinus heiratet die Nachbarstochter, Ctesipho behält die Musikantin, und Demea zwingt seinen Bruder spöttisch zu ähnlicher Großzügigkeit.

Kulturelle Bedeutung

Die Gegenüberstellung der beiden Erziehungsstile gilt als Terenz' differenzierteste Charakterstudie und beeinflusste Molières „Die Schule der Ehemänner“ sowie, über Umwege, Henry Fieldings Roman „Tom Jones“.

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