Über das Werk
Abu Hassan ist ein einaktiges Singspiel von Carl Maria von Weber nach einem Libretto von Franz Carl Hiemer, das auf einer Erzählung aus „Tausendundeiner Nacht“ beruht. Die Uraufführung fand am 4. Juni 1811 im Münchner Hoftheater (Residenztheater) statt.
Handlung
Der hoch verschuldete Abu Hassan täuscht gegenüber dem Kalifenhof seinen eigenen Tod vor, um vom Geldverleiher Omar und vom Kalifen Trauergeld zu erlangen; zugleich erzählt seine Frau Fatime der Kalifin dieselbe Geschichte über Abu Hassans angeblichen Tod. Als beide Höfe von den jeweils anderen „Trauerfällen“ erfahren, fliegt der Schwindel auf, doch der Kalif verzeiht dem einfallsreichen Paar und begleicht ihre Schulden.
Kulturelle Bedeutung
Für das orientalische Kolorit setzte Weber ungewöhnlich zwei Gitarren und „türkisches“ Schlagwerk ein; das kurze, heitere Werk wird bis heute regelmäßig aufgeführt, oft im Doppelabend mit anderen Einaktern.