A Quiet Place
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A Quiet Place

Leonard Bernstein
Oper · 1983

Über das Werk

Durchkomponierte amerikanische Oper in drei Akten von Leonard Bernstein nach einem Libretto von Stephen Wadsworth, uraufgeführt am 17. Juni 1983 in Houston unter der Leitung von John DeMain. Das Werk ist die Fortsetzung von Bernsteins Kurzoper „Trouble in Tahiti“ (1952) und erzählt dreißig Jahre später vom Tod derselben Figur Dinah. Nach verhaltener Kritik zogen Bernstein und Wadsworth die ursprünglich einaktige Fassung zurück und bauten sie zu einer dreiaktigen Oper um, die 1984 an der Mailänder Scala und der Washington Opera Premiere hatte.

Handlung

Nach dem Autounfalltod der Mutter Dinah kommen ihr Witwer Sam, die erwachsenen Kinder Dede und Junior sowie Dedes Ehemann François zur Beerdigung zusammen und stehen sich zunächst entfremdet gegenüber. Rückblenden zeigen die zerrüttete Ehe von Sam und der jungen Dinah in den 1950er Jahren. Ein Brief der Verstorbenen und gemeinsame Erinnerungen führen die Familie im dritten Akt zu einer vorsichtigen Versöhnung.

Kulturelle Bedeutung

Bernstein und Wadsworth, beide kurz zuvor vom Tod einer nahen Angehörigen betroffen – Bernsteins Frau Felicia war 1978 gestorben –, wollten mit „A Quiet Place“ eine durchgehend gesungene, betont amerikanische Oper über das Leben einer Mittelschichtsfamilie schaffen. 1986 dirigierte Bernstein selbst die Wiener Fassung, die die Deutsche Grammophon aufzeichnete; breite kritische Anerkennung brachte dem lange unterschätzten Werk aber erst eine New Yorker Neuinszenierung 2010.

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