Über das Werk
„A Perfect Sky“ ist ein Abend aus Schauspiel und Tanz, den der Autor und Regisseur Falk Richter gemeinsam mit der niederländischen Choreografin Anouk van Dijk entwickelt hat; Richter schrieb den Text und führte Regie, van Dijk verantwortete die Choreografie. Die Uraufführung fand am 26. April 2025 im Deutschen SchauSpielHaus Hamburg statt, mit einem gemischten Ensemble aus zehn Schauspieler:innen und Tänzer:innen. Es ist die achte gemeinsame Arbeit der beiden, deren Zusammenarbeit 1999 mit „Nothing Hurts“ begann.
Handlung
Eine künstliche Intelligenz, verkörpert von einer Schauspielerin, betrachtet die Menschen und verspricht, sie von Angst, Verletzlichkeit und Einsamkeit zu befreien. Dagegen stehen Szenen aus Paarbeziehungen und dem häuslichen Alltag, in denen Begehren, emotionale Unerreichbarkeit und alte Kränkungen verhandelt werden, während Code über die Bühne projiziert wird. Anspielungen auf ältere Bilder künstlicher Menschen wie E. T. A. Hoffmanns Olympia, Kleists Marionetten und Čapeks Roboter verbinden sich mit Fragen nach Nähe und Vereinzelung im digitalen Zeitalter. Text- und Tanzpassagen wechseln sich ab und greifen ineinander.
Kulturelle Bedeutung
Die Kritik hob vor allem die ungewöhnlich organische Verbindung von Schauspiel und Tanz hervor. Kritischer beurteilt wurde der Text: Er gilt nicht als Richters dichteste Arbeit, und einzelne Passagen zu den gesellschaftlichen Folgen der KI blieben aus Sicht mehrerer Rezensenten an der Oberfläche.