Das Theater Lübeck (auch: Stadttheater, früher: Bühnen der Hansestadt Lübeck) wird von der Lübecker Theater gGmbH, einer Gesellschaft der Hansestadt Lübeck betrieben. Am Theater Lübeck arbeiten rund 400 Menschen, darunter das feste Ensemble für Schauspiel und Musiktheater, das Philharmonische Orchester, der Theaterchor sowie Gäste. Im historischen Theatergebäude in der Lübecker Altstadt befinden sich drei Spielstätten, Symphoniekonzerte finden in der nahegelegenen Konzerthalle statt. Das Interesse an Schauspiel und Oper erwachte auch in Lübeck erst im Zuge der Aufklärung. Die erste Oper wurde am 2. Juni 1746 im Hause des Zimmermeisters Schröder Ecke Königstraße/Wahmstraße aufgeführt. Seit 1753 befindet sich ein Theater in Lübeck in der oberen Beckergrube. Der heutige Theaterbau hatte dort zwei Vorgängerbauten, den Lüneburger Hof (1753-1857) und das Casinotheater (1858-1905). Ab 1799 hatte das Theater unter der Leitung von Leopold Löwe erstmals ein festes Ensemble. Die Vorgängerbauten und das Verhältnis des Ensembles zum städtischen Großbürgertum im 19. Jahrhundert wurden ausführlich von Thomas Mann in seinen Buddenbrooks sowie von Ludwig Ewers in seiner Großvaterstadt beschrieben.
Das Theater Lübeck wurde 1908 im Jugendstil eröffnet — der reich verzierte Zuschauerraum mit seinen prachtvollen Stuckaturen gehört zu den schönsten erhaltenen Jugendstil-Theaterräumen Deutschlands.
