Die Scala in Mailand ist wohl das renommierteste Opernhaus der Welt und die spirituelle Heimat der italienischen Oper. 1778 auf dem Gelände der ehemaligen Kirche Santa Maria alla Scala eröffnet (daher ihr Name), war das Haus Schauplatz von mehr kanonischen italienischen Opern-Uraufführungen als jede andere Bühne: Rossinis La gazza ladra, Bellinis Norma, Donizettis Lucrezia Borgia, Verdis Nabucco, Otello und Falstaff, Puccinis Madama Butterfly und Turandot, Ponchiellis La Gioconda — die Liste erstreckt sich über das gesamte italienische Repertoire. Das aktuelle Gebäude mit 2.030 Sitzen in sechs Logenrängen wurde zwischen 2002 und 2004 restauriert und modernisiert. Die Spielzeiteröffnung am 7. Dezember, dem Festtag des Mailänder Schutzpatrons Ambrosius, ist ein Ereignis von italienischer nationaler Bedeutung. Das Orchester und der Chor der Scala spielen auf höchstem internationalen Niveau — von Toscanini über Abbado und Muti bis Riccardo Chailly.
Die Scala hat die strengsten Zuschauer der Opernwelt: Die 'Loggionisti' auf den obersten Rängen sind berüchtigt für ihre gnadenlosen Buhrufe — selbst Stars wie Roberto Alagna wurden schon von der Bühne gebuht.

