Das Staatstheater Braunschweig zählt zu den ältesten Theatern Deutschlands und geht auf das 1690 von Herzog Anton Ulrich gegründete Opernhaus am Hagenmarkt zurück — eines der ersten öffentlichen Opernhäuser nördlich der Alpen. Das heutige klassizistische Haupthaus am Steinweg wurde 1861 eröffnet und diente vielen späteren deutschen Hoftheatern als architektonisches Vorbild. Als Vier-Sparten-Haus vereint das Staatstheater Oper, Schauspiel, Tanz und Konzerte mit dem Staatsorchester Braunschweig und bespielt mehrere Spielstätten. Historische Bedeutung erlangte das Haus durch die Uraufführung von Goethes „Faust I" 1829 — die weltweit erste Inszenierung des Stoffes überhaupt, zu Lebzeiten des Dichters.
Die Faust-Uraufführung 1829 wagte ein junger Regisseur gegen Goethes eigenen Widerstand — der Dichter hielt sein Werk für unspielbar und war überrascht, dass es auf der Bühne funktionierte.
