Die Staatsoper Unter den Linden ist das älteste Opernhaus Berlins und eine der prägenden Kulturinstitutionen der deutschen Hauptstadt. Auf Auftrag Friedrichs des Großen und nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff eröffnet, nahm das Haus 1742 als Königliche Hofoper den Spielbetrieb auf. Die heutige Innenausstattung, Ergebnis der Nachkriegsrekonstruktion und einer 2017 abgeschlossenen großen Sanierung, rekonstruiert die preußische Ästhetik des 18. Jahrhunderts bei modernster Bühnentechnik. Unter der künstlerischen Leitung Daniel Barenboims von 1992 bis 2023 erreichte das Haus Weltklasse durch prägende Wagner-Produktionen — darunter der komplette Ring in der Regie von Harry Kupfer und Guy Cassiers — sowie Mozart-Zyklen, die internationale Aufmerksamkeit fanden. Die Staatskapelle Berlin, gegründet 1570, ist eines der ältesten noch bestehenden Orchester. Die Lage des Hauses auf dem historischen Bebelplatz rückt es ins symbolische Zentrum Berlins, neben der Humboldt-Universität und der Staatsbibliothek.
Friedrich der Große ließ die Staatsoper 1742 als erstes freistehendes Opernhaus Deutschlands errichten. Die Sanierung 2010–2017 kostete über 400 Millionen Euro.
