Das Schauspielhaus Bochum gehört zu den wichtigsten Sprechtheatern Deutschlands und erlangte unter den Intendanten Peter Zadek (1972–1977) und Claus Peymann (1979–1986) legendären Ruf. In dieser Ära wurde Bochum zum Zentrum eines provokanten, gesellschaftskritischen Regietheaters, das die bundesdeutsche Bühnenlandschaft nachhaltig prägte — die „Bochumer Theaterrevolution" zog Aufmerksamkeit aus dem ganzen Land an. Das Haus mit großem und kleinem Saal liegt im Herzen des Ruhrgebiets und pflegt bis heute ein ambitioniertes Repertoire zwischen Klassikern und zeitgenössischer Dramatik. Unter wechselnden Intendanzen blieb das Schauspielhaus eine der profiliertesten und meistbeachteten Bühnen im deutschsprachigen Raum.
In den 1970ern verpflichtete Peter Zadek den Schauspieler Hans Mahnke und brach mit Tabus — seine drastischen Shakespeare-Inszenierungen spalteten Publikum und Kritik.
