Das Schauspiel Hannover bildet gemeinsam mit der Staatsoper Hannover die Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH. Es bietet dem Publikum Theater, Unterhaltung und Musik an fünf verschiedenen Orten. Neben dem Schauspielhaus gehören dazu Cumberlandsche Bühne, Cumberlandsche Galerie sowie in der Altstadt Ballhof Eins und Ballhof Zwei. Seit Beginn der Spielzeit 2025/26 ist Vasco Boenisch Intendant des Schauspielhauses. Das Sprechtheater in Hannover hatte es bereits unter Georg V. (1819–1878) am Hoftheater nicht leicht, weil die Musik das künstlerische Geschehen bestimmte und das Schauspiel über die Grenzen der Stadt hinaus keine Aufmerksamkeit weckte. Einige Jahrzehnte änderten auch diverse Intendantenwechsel daran nichts. Um 1900 gab es ein großes Umdenken in der deutschen Theaterlandschaft. Der Naturalismus fand Eingang in die Bühnen und Regieideen, Ausstattung und Dramaturgie gewannen an Wert. Hannovers Schauspiel verpasste diesen Schritt, und so forderte der Kritiker Johann Frerking 1911 drastische personelle Maßnahmen, die sogar umgesetzt wurden. Schauspieldirektor wurde Rolf Roenneke, Intendant Willy Grunwald und Kritiker Frerking selbst Dramaturg. Der Spielplan wurde generalüberholt und das Publikum mit Schiller, Kleist und Ibsen begeistert. Eine weitere Forderung war die räumliche Trennung von Oper und Schauspiel.
Das Schauspiel Hannover ist Sprechtheater im Staatstheater Hannover — der Bau am Opernplatz von 1845 ist eines der wenigen erhaltenen klassizistischen Theatergebäude Deutschlands.
