Die Schaubühne am Lehniner Platz, gelegen in einem umgebauten Erich-Mendelsohn-Kino von 1928 am Kurfürstendamm, ist das international gefeiertste deutsche Theater der Nachwendezeit. 1962 als kleines politisches Theaterkollektiv gegründet, erlangte das Ensemble in den 1970er Jahren unter Peter Stein internationale Anerkennung durch Inszenierungen von Shakespeare, Tschechow und Gorki, die neue Maßstäbe für psychologische Tiefe und kollektive Vorbereitung im deutschen Ensembletheater setzten. Seit 2000 unter der Leitung von Thomas Ostermeier wurde die Schaubühne zu einer der meistreisenden deutschen Bühnen, mit Gastspielen in Avignon, Edinburgh, New York und Sydney. Ostermeiers Inszenierungen von Ibsen, Shakespeare und zeitgenössischen Autoren haben neu definiert, wie politisch engagiertes Theater im 21. Jahrhundert aussehen kann.
Die Schaubühne residiert in einem ehemaligen Universum-Kino von 1928, errichtet nach Plänen Erich Mendelsohns — eines der definierenden Bauwerke der Weimarer Moderne, 1981 zum Theater umgebaut.
