Das Mainfranken Theater Würzburg ist ein Mehrspartenhaus in der Würzburger Altstadt für Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert. Vor 1999 lautete die Bezeichnung des Hauses Stadttheater Würzburg (genannt auch Würzburger Stadttheater). Im September 2019 wurde bekanntgegeben, dass das Mainfranken Theater zum Bayerischen Staatstheater erhoben wird. Das Mainfranken Theater und dessen Spielstätten Großes Haus (vorwiegend Musiktheater und Ballett) und Kleines Haus (vorwiegend Schauspiel) werden seit 2018 umgebaut bzw. baulich neu ausgerichtet. Neben dem Großen Haus mit 738 Sitzplätzen beherbergt das Theater das neu erbaute Kleine Haus mit 330 Sitzplätzen, das Ende 2023 eröffnet wurde, und die ebenso baulich neu eingerichtete Probebühne mit 125 Sitzplätzen. Intendant war von der Spielzeit 2016/2017 bis 2024 für eine Weile Markus Trabusch. Als Generalmusikdirektor wirkt Enrico Calesso, als Operndirektor Berthold Warnecke. Schauspieldirektorin ist Barbara Bily, Ballettdirektorin ist Dominique Dumais, Chordirektor und Kapellmeister ist Sören Eckhoff. Das Würzburger Stadt-Theater (so benannt erstmals am 2. Oktober 1837) wurde von Julius Graf von Soden gegründet und am 3. August 1804 mit dem Schauspiel Stille Wasser sind tief von Friedrich Ludwig Schröder eröffnet. Gespielt wurde im ehemaligen Adligen Damenstift zur Heiligen Anna, das zum Theater umgebaut worden war. Sodens Nachfolger als Theaterdirektor war Friedrich Wilhelm von Münchhausen (* 1780). 1814 wurde, einen Tag nachdem Würzburg endgültig an Bayern gefallen war, das städtische Theater als Königlich priviligierte Schaubühne bezeichnet.
Das Mainfranken Theater Würzburg ist Bayerns größtes Theater nach München und residiert in einem 1804 als kurfürstliches Theater errichteten Gebäude — die Würzburger Residenz, eines der bedeutendsten Barockschlösser Europas, prägt das kulturelle Umfeld.
