Die Hamburgische Staatsoper an der Dammtorstraße ist eine der traditionsreichsten Opernbühnen Deutschlands — gegründet 1678 als erstes öffentlich zugängliches Opernhaus außerhalb Italiens. Hier dirigierte der junge Georg Friedrich Händel 1705 seine erste Oper Almira. Das heutige Gebäude wurde 1955 eröffnet, nachdem das historische Opernhaus von 1827 im Krieg zerstört worden war. Der Bau ist eine Ikone der westdeutschen Nachkriegsmoderne. Das Hamburg Ballett unter John Neumeier (1973-2024) brachte dem Haus internationale Anerkennung; die Oper produziert pro Spielzeit etwa neun Premieren und ist Heimat des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.
Bei der Wiedereröffnung 1955 spielte das Haus „Fidelio" — doch nur ein Bruchteil der Hamburger Bevölkerung passte hinein, und Lautsprecher übertrugen die Premiere auf die Straße davor.

