Das Düsseldorfer Schauspielhaus, eröffnet 1970, ist eines der wichtigsten Sprechtheater Nordrhein-Westfalens und ein Hauptwerk der westdeutschen Nachkriegsmoderne. Der Architekt Bernhard Pfau schuf mit der geschwungenen weißen Aluminium-Fassade einen der charakteristischsten Theaterbauten Deutschlands — eine organische, wellenförmige Form, die sich bewusst von der strengen Geometrie der Umgebung am Gustaf-Gründgens-Platz absetzt. Benannt ist der Platz nach dem legendären Schauspieler und Intendanten Gustaf Gründgens. Das Haus mit großem und kleinem Saal produziert ein breites Repertoire aus Klassikern und zeitgenössischer Dramatik und wurde unter wechselnden Intendanzen mehrfach für deutsche Theaterfestivals ausgezeichnet.
Die geschwungene Fassade war so ungewöhnlich, dass der Bau anfangs als „Käseglocke" verspottet wurde — heute steht das organische Bauwerk unter Denkmalschutz.

