Über das Werk
„Zwei Herren aus Verona" gilt als eines von Shakespeares frühesten Stücken, vermutlich entstanden zwischen etwa 1589 und 1593. Ein genaues Entstehungs- oder Uraufführungsdatum ist nicht überliefert; der erste sichere Beleg für seine Existenz ist die Erwähnung in Francis Meres' Werkübersicht „Palladis Tamia" von 1598. Gedruckt wurde das Stück erstmals 1623 in der ersten Folio-Ausgabe.
Handlung
Die befreundeten jungen Adligen Valentin und Proteus aus Verona trennen sich, als Valentin nach Mailand aufbricht und sich dort in Silvia, die Tochter des Herzogs, verliebt. Als auch Proteus, der seine Geliebte Julia in Verona zurückgelassen hat, nach Mailand folgt, verliebt er sich ebenfalls in Silvia und verrät seinen Freund an den Herzog. Nach Verbannung, Verkleidung und einem versuchten Übergriff von Proteus auf Silvia im Wald stiftet Valentin schließlich Versöhnung, und beide Paare finden am Ende zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück nimmt Motive vorweg, die Shakespeare später ausbaute, etwa Verkleidung, Freundschaftskonflikte und den Wald als Ort der Verwandlung, gilt aber dramaturgisch als weniger ausgereift als seine späteren Komödien und wird seltener aufgeführt.
