Wunderkammer
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Wunderkammer

Marcos Morau
Ballett · 2025

Über das Werk

„Wunderkammer" ist ein abendfüllendes Ballett des spanischen Choreografen Marcos Morau, Artist in Residence beim Staatsballett Berlin, das am 31. Oktober 2025 uraufgeführt wurde (Schiller-Theater). Der Titel verweist auf die Kuriositätenkabinette der Renaissance; inspiriert ist der Abend jedoch ebenso vom Berliner Nachtleben und den Kabaretts der Weimarer Republik. Morau, Kopf der Compagnie La Veronal (Barcelona), entwirft die Bühne als eine „Kammer" voller Überraschungen, in der Realität und Traum verschwimmen.

Handlung

Ohne durchgehende Erzählung reiht „Wunderkammer" suggestive Bilder und Gruppenformationen aneinander, in denen sich Wirklichkeit und Traum, Schönheit und Unheimliches mischen. Morau, bekannt für seine fragmentiert-marionettenhafte Bewegungssprache und seine bildgewaltigen Massenchoreografien, verhandelt Fragen von Zugehörigkeit und Identität. Die Musik von Clara Aguilar und Ben Meerwein – dröhnende Klangflächen, hämmernde Akkorde, dazu Harfe, Orgel und acht Songtexte – verstärkt die soghafte, zwischen Faszination und Bedrohung changierende Atmosphäre (Bühne: Max Glaenzel, Kostüme: Silvia Delagneau).

Kulturelle Bedeutung

Marcos Morau gehört zu den weltweit gefragtesten Choreografen der Gegenwart; seine unverwechselbare, aus dem Bildhaften und der Verfremdung schöpfende Handschrift hat den zeitgenössischen Tanz nachhaltig geprägt. Mit „Wunderkammer" schuf er ein abendfüllendes Werk für das Staatsballett Berlin, das die Geschichte und Mythologie der Stadt – ihr Nachtleben, ihre Weimar-Ära – in einen traumhaften Bilderbogen überführt. Der Abend steht für die programmatische Öffnung des Staatsballetts hin zu prägenden internationalen Gegenwartschoreografen.

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Kommende Aufführungen
Komische Oper Berlin · Berlin
16. Oktober 2026 · 5×
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