Über das Werk
„Who Cares?" ist ein handlungsloses Ballett von George Balanchine zu Songs von George Gershwin, uraufgeführt 1970 durch das New York City Ballet. In der Orchestrierung von Hershy Kay verwandelt Balanchine Gershwins Broadway- und Jazz-Melodien in reinen Tanz und feiert den Glamour und das Lebensgefühl New Yorks.
Handlung
Das Ballett erzählt keine Geschichte, sondern reiht eine Folge von Tänzen zu berühmten Gershwin-Songs aneinander. Im ersten Teil bewegt sich ein größeres Ensemble in der eleganten, schwungvollen Atmosphäre der Großstadt; die Skyline von Manhattan bildet den sinnbildlichen Hintergrund. Im zweiten Teil treten ein Solist und drei Ballerinen in den Mittelpunkt: In wechselnden Soli, Pas de deux und Ensembles entfalten sich zu Nummern wie „The Man I Love", „Fascinating Rhythm", „Embraceable You", „I Got Rhythm" und dem titelgebenden „Who Cares?" Stimmungen von Sehnsucht, Übermut und Verliebtheit. Klassische Ballett-Technik und der Esprit des amerikanischen Musicals verschmelzen zu einer leichtfüßigen Hommage.
Kulturelle Bedeutung
„Who Cares?" zählt zu Balanchines beliebtesten Werken und ist ein Musterbeispiel seines „amerikanischen" Stils, der die Strenge des klassischen Balletts mit der Energie von Jazz und Broadway verbindet. Das Ballett gehört zum Kernrepertoire des New York City Ballet und wird weltweit nachgetanzt; es gilt als eine der schönsten choreografischen Hommagen an George Gershwin.