Über das Werk
West Side Story ist ein Musical von Leonard Bernstein (Musik) und Stephen Sondheim (Liedtexte) mit einem Buch von Arthur Laurents und Choreografien von Jerome Robbins, uraufgeführt 1957 am Broadway. Das Werk überträgt Shakespeares Romeo und Julia in das New York der 1950er-Jahre und die Rivalität zweier Straßengangs und gilt als Gründungswerk des „integrierten" Musiktheaters, in dem Tanz, Musik und Drama zu einer Einheit verschmelzen.
Handlung
In der Upper West Side von Manhattan beherrschen zwei Straßengangs das Viertel: die weißen „Jets" unter Riff und die puertoricanischen „Sharks" unter Bernardo. Bei einem Schulball lernt Tony, Riffs Freund, der die Jets verlassen will, Maria kennen, Bernardos Schwester, und beide verlieben sich auf den ersten Blick. Tony versucht, eine geplante Schlägerei zu verhindern; im Chaos ersticht Bernardo Riff, und Tony tötet seinerseits Bernardo. Marias Freundin Anita, Bernardos Geliebte, wird von den Jets gedemütigt und verbreitet aus Wut die falsche Nachricht, Maria sei getötet worden. Tony stürzt verzweifelt auf die Straße und wird von Chino erschossen. Maria, die den sterbenden Tony hält, klagt beide Banden an und lässt alle erschüttert und in Scham vereint zurück.
Kulturelle Bedeutung
West Side Story revolutionierte das amerikanische Musical. Bernsteins Partitur mit lateinamerikanischen Rhythmen, Jazz-Harmonien und sinfonischer Farbe gilt als Meilenstein. „Maria", „Tonight", „Somewhere", „I Feel Pretty" und „America" wurden zu Evergreens. Robert Wises Verfilmung von 1961 gewann zehn Oscars; Steven Spielbergs Neuverfilmung von 2021 erneuerte das Werk für eine neue Generation. Die Rolle der Maria wurde von Carol Lawrence (Uraufführung) über Natalie Wood bis Rachel Zegler verkörpert.
